back
|
Zur anthropogenen Klimaänderung kam es im Winter 1939/40 und
die Forschung
ist auch nach 70 Jahren
nicht weiser.
Auszug aus:
„Krieg verändert Klima –Der Seekriegeffekt“
http://www.seatraining.de/
Januar 2010
Nur sechs Monate nach Kriegsbeginn,
im Januar und Februar 1940 befand sich Nordeuropa im kältesten
Winter seit mehr als 100 Jahren. Polare Kälte lag über dem Alten
Kontinent wie man es seit der Kleinen Eiszeit des 18/19. Jahrhunderts
nicht mehr erlebt hatte. Weder die Wissenschaft noch die führenden
politischen Köpfe hatten eine Vorstellung von der Verbindung zwischen
der arktischen Kälte und dem Krieg.
Man kann es nur als Ironie des Schicksals werten,
dass Hitlers Stellvertreter und Chef der Luftwaffe, Hermann Göring,
in einer öffentlichen Rede am 15. Februar 1940 auf die extrem kalten
Wetterbedingungen mit folgender Behauptung einging, mit der er die
Kampfmoral der deutschen Bevölkerung heben wollte (siehe Kasten). Göring
lag mit dieser Auffassung natürlich falsch. Extremes Eis, Schnee und Kälte
waren unmittelbare Folge des Seekrieges in Nord- und Ostsee. Die Nazi-Führer
waren allein verantwortlich für die plötzliche Veränderung sowohl des
regionalen wie des globalen Klimas. Da der Krieg noch weitere fünf Jahre dauerte und mit dem Überfall der
Japaner auf Pearl Harbour im Dezember 1941 auch globale Dimensionen
erreichte, registrieren wir nicht nur drei extrem kalte Kriegswinter
1939-1942 in Nordeuropa , sondern auch eine globale Abkühlung die von
1940 bis 1980 über vier Dekaden wirkte. Denn die Seekriege in
Nordatlantik und Pazifik waren großräumig. Gewaltige Wassermassen
wurden umgeschichtet und sorgten für eine langfristige Wirkung.
Insbesondere
die ersten Seekriegsereignis im Herbst 1939, die plötzlich in die natürlichen
saisonalen Klimaabläufe eingriffen, zeigten sofort große Wirkung, wie
das Beispiel Dänemark zeigt (siehe die linke Grafik mit den
Jan/Feb Temperaturen von ganz Dänemark von 1890 bis 2005: ROT = 1940 -
1945):
Der schlimmste Winter für Dänemark seit 1860 (NYT, 15. Februar 1940)
wurde bereits Mitte Januar 1940 registriert. Bereits Ende Dezember 1939
fegten Schneestürme über Dänemark hinweg (Frankfurter Zeitung, 29.
Dezember 1939). Jütland war von Schneestürmen betroffen (Neue Zürcher
Zeitung, 3. Januar 1940). Mitte Januar fielen die Temperaturen bis minus
26 Grad Celsius (C), was zusammen mit schwerem Schneefall den Verkehr in
weiten Teilen des Landes zum Erliegen brachte (NYT, 18.
Januar 1940). Mitte Februar fielen die Temperaturen abermals auf
minus 25 Grad C ab (NYT, 14 Februar 1940).
Die
ganze Klimageschichte des 2.Weltkrieges, dargestellt auf 152 Seiten,
hier:
http://www.seatraining.de/
und in ENGLISCH:
http://climate-ocean.com/
Hamburg
Winter 1939/40, mit den niedrigsten je gemessenen Temperaturen am 12
& 13 Februar 1940 mit minus 28°C:
|
|