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Bisher nahm die Wissenschaft die Meere nicht sehr ernst, sondern setzte die Welt in Angst mit der Verknüpfung von dem Ausstoß von Kohlendioxid mit der globalen Erwärmung. Nach 20 Jahren Lobbyarbeit sind die Weichen für Emissionsabgaben mit immensen Ausmaßen gestellt. Nachdem am 19. November 2009 durch einen Insider oder Hacker e-mails des Klimaforschungszentrum der University of East Anglia/England ins Internet gestellt HIER (bekannt als: Climategate)[3] und die UN Klima Konferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 ein Flop wurde, werden nun andere Klimagefahren hervorgehoben. Seit Jahren in Fokus ist die Arktis, zu der das HmbA am 10 Juni 2009 unter der Überschrift“ Die Arktis – größtes Opfer des Klimawandels“ von einem Wissenschafts-Symposium in Hamburg berichtete. Nachdem die arktische See-Eis Ausdehnung seit 2007 wieder leicht zunimmt (HIER & HIER), rücken einige Wissenschaftler die Meere verstärkt ins Blickfeld. So war vor wenigen Tagen ein Aufsatz im Wissenschafts- Magazin NATURE zu den Gründen verstärkter globalen Abkühlung in den Jahren 1968 – 1972[4]. Am 24.Sept.2010 kommentiert dies auch DER SPIEGEL, siehe HIER[5]. Die Feststellung dieses Zusammenhangs bezeichnete der Nature Redakteur Quirin Schiermeier in der gleichen Ausgabe[6] als ein „kleines Wunde“ (HIER). Siehe die dortigen 5 Kommentare. Es ist kein Wunder, sondern ein Trauerspiel, das erst jetzt die globale Abkühlung des letzten Jahrhunderts (1940 bis ca. 1975) mit dem Meer in Verbindung gebracht wird. Es ist erschreckend, dass diese Forschergruppe sich dabei auf den kurzen Zeitraum von fünf Jahren beschränkt, obwohl die globale Abkühlung über drei Dekaden andauerte. Dass die Abkühlung in Europe mit dem ersten Kriegswinter 1939/40 begann und diese mit dem Seekrieg in einem ursächlichen Zusammenhang stand, ist in einem Aufsatz (2008) HIER-PDF-1.9MB und in einem Buch (2006) HIER ausführlich diskutiert worden. Diesen sehr markanten Trendwechsel hat die Klimaforschung bisher ignoriert, obwohl es seit dem Ende der Kleinen Eiszeit (um 1850) die einzige markante Abkühlungsphase war und überzeugende Erklärungen über die Gründe die Trendwende zu kälteren Dekaden nachhaltige Auskunft über die Bedeutung und Wirkung der Meere hätte geben können, als ein inhaltloses Gerede vom „Missbrauch der Ozeane“. Durch den Seekrieg von 1939 bis 1945 wurde durch den Menschen in einem Maße in die Meereswelt eingegriffen wie in keiner anderen Dekade seit den Anfängen der Industrialisierung. Selbst 70 Jahre nach dem Ereignis weiß die Wissenschaft über die sehr naheliegenden Gründen dieses Vorgangs nichts. Wenn die Meere Hilferufe absetzen, dann als Rettungsgesuch vor der Klimaforschung. Von dieser Einschätzung kann Prof. Latif nicht ausgenommen werden, obwohl man ihm zugute halten kann, dass er mehr in der Ozeanforschung gearbeitet hat als die meisten die sich als Klimaexperten bezeichnen. In 2008 brachte er Unruhe unter seine Kollegen, da er Mitautor in einem Nature Artikel war, das von einer Abschwächung des Temperaturanstieges über die nächsten Dekade ausgeht, da der Nordatlantik keine wärmeren Temperaturen, sondern etwas kühlere, vorhalten wird.[7] Im Januar d.J. wurde M. Latif in der englischen Presse mit der Aussage zitiert, das niedrige Temperaturen über die kommenden 20 bis 30 Jahre möglich sind und das ca. 50% der Erwärmung von 1980 bis 2000 auf Zyklen im Nordatlantik zurück geführt werden könne. (Daily Mail, 11 Jan.2010)[8] M. Latif hat das zitierte in Frage gestellt[9]. Was wirklich gesagt wurde ist hier nicht weiter interessant, da ihm anscheinend trotz seiner langfristigen Arbeit und prominenten Stellung in der Meeresforschung ganz grundsätzliche Fragen zum ‚Meeresverständnis“ nicht aufgefallen sind. So löblich es ist, wenn M. Latif
in dem Artikel davor warnt, die Meere als Müllkippe nach dem Motto zu
nutzen: „Egal, ob Öl, Gifte, Plastik, Kunstdünger oder Abwässer:
„immer rein ins Meer““, so sehr nährt es den Verdacht, dass er eine
Grundvoraussetzung für den Schutz der Meere vor dem Eingriff des Menschen
nicht in Betracht zieht. Dies betriff die Veränderungen in der
Meeresumwelt, wie sie durch alle menschlichen Meeresaktivitäten herbeigeführt
werden können. Dabei geht es um den Wasseraustausch über mehrere
Wasserschichten hinweg, durch die in die Temperatur- und Leider hat die Meteorologie den benannten Zusammenhang bisher nicht erkannt, obwohl sie seit ihrer Begründung im 19. Jahrhundert hätte wissen können das „Klima die Fortsetzung der Meere“ ist oder mit den Worten von Leonardo da Vinci gesagt: „Wasser lenkt die Natur“ (Water is the driver of nature). Statt dessen stellt M. Latif in dem HmAB Artikel die Sachlage mit seiner Aussage, dass „die Meere bisher den Klimawandel abgefedert hätten“ auf den Kopf. Die Meere sind es, die den Klimawandel steuern, wobei der Mensch durch Strukturverschiebungen in der Meeresumwelt (Temperatur und Salzgehalt) mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu einen nicht unerheblichen Beitrag leistet. Dies nachzuweisen oder definitiv auszuschließen hat sich die Wissenschaft bisher nicht bemüht, ja nicht einmal Interesse gezeigt. Dies nun nachzuholen ist überfällig. Dazu bietet sich der schwere Eingriff in die Meeresumwelt durch Seekrieg im 2. Weltkrieg an. Im Winter 1939/40 nahm eine globale Abkühlung ihren Anfang mit dem kältesten Winter in Nordeuropa seit über 100 Jahren. Ohne die Meere zu verstehen, werden alle Bemühungen, antrophogen bedingte Klimaveränderungen zu verhindern, höchst ungenügend sein. Zum Thema: [1] Prof. Motif Latif, studierte Meteorologe (Uni Hamburg 1976-83), promovierte in Ozeanographie (Uni Hamburg 1987), seit 2003 in leitender Position als Professor am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR, Kiel tätig, und z.Zt. Forschungsbereichsleiter Forschungsbereich 1: Ozeanzirkulation und Klimadynamik. [2] (Kein Datum: http://www.rheinpfalz.de/rhp/content/klimawandel/#1 , “Fragen zum Klimawandel”, Leser stellten Fragen per e-mail zum Thema ‚menschengemachter Treibhauseffekt’. [3] Siehe: Comment 10 at http://noconsensus.wordpress.com/2009/11/13/open-letter/#comment-11917 [5] Bei „ozeanklima.de“, 26 September 2010, „Entdeckt die Klimaforschung die Meere? Oder der SPIEGEL? [6] Quirin Schiermeier 2010); „Surface cooling could have pushed down temperatures in the Northern Hemisphere 40 years ago. When the North Atlantic caught a chill”, Nature 467, 381 (2010) | doi:10.1038/467381a; http://www.nature.com/news/2010/100922/full/467381a.html [7] N. S. Keenlyside et al (2008) “Advancing decadal-scale climate prediction in the North Atlantic sector“, Nature Vol.453. [8] Daily
Mail Reporter: “Could we be in for 30 years of global COOLING?”,
Daily Mail, 11 Jan.2010 (MailOnline http://www.dailymail.co.uk/news/article-1242202/Could-30-years-global-COOLING.html [9] Einzelheiten auf weblog WUWT (11 Jan.2010): http://wattsupwiththat.com/2010/01/11/ipcc-scientist-global-cooling-headed-our-way-for-the-next-30-years/ |
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